1. Ein ignorierter Covid-19-Schutz
Zu Beginn der Covid-19-Pandemie wurde wiederholt im Internet und in der Saarbrücker Zeitung unter anderem am 23. Februar 2021 mitgeteilt, dass ein Nasenspray mit dem Wirkstoff Azelastin eine präventive Schutzwirkung entfalten könnte. Hier eine Auswahl:
https://dermatologie.uk-koeln.de/informationen/aktuelles/detailansicht/nasenspray-gegen-corona
https://www.researchsquare.com/article/rs-864566/v1
https://www.sol.de/saarland/nasenspray-gegen-corona-so-berichtet-rtl-ueber-das-medikament-aus-saarbruecken,289996.html
https://www.sr.de/sr/sr3/themen/panorama/nasenspray_gegen_coronaviren_100.html
Doch die für die Gesundheit Zuständigen der Wissenschaft und die Verantwortlichen der Politik und Ethik nahmen Hinweise auf diesen und die Wirkstoffe unter Punkt 4 nicht ernst oder kritisierten sie. Der Oberbürgermeister einer Universitätsstadt, der Impfunwilligen auf Facebook mit Beugehaft drohte, teilte im Januar 2022 mit: „Bedauere, das halte ich nicht für relevant, sondern abseitig.“ Ein Wissenschaftler der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer schrieb im Februar 2022: „Nun mal deutlich: Wenn man zehnmal behauptet hat ‚1 + 1 = 3‘, wird es beim elftenmal nicht plötzlich richtig. Was Sie da schreiben und zitieren ist und bleibt hanebüchener Unsinn.“ Voreingenommenheit und tradiertes Wissen verhinderten den präventiven Schutz.
Nach der Pandemie legte ein Team um den Internisten Prof. Dr. Dr. Robert Bals von der Universität des Saarlandes in einer placebo-kontrollierten Studie im September 2025 dar, dass das Risiko einer Sars-CoV-2-Infektion durch Verwendung des Nasensprays sich um zwei Drittel verringert und die Infektion kürzer und weniger schwer verlaufen kann: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40892398/
https://www.uni-saarland.de/aktuell/nasenspray-azelastin-wirkung-corona-39343.html
Laut einer Studie von Virologen diverser US-Universitäten könnten das Canine Coronavirus HuPn-2018 und das Influenza-D-Virus eine neue Epidemie oder Pandemie auslösen. Das Expertenteam stellte 2026 heraus: „Zwei neu erkannte aufkommende Atemwegsviren, Influenza D und das Canine Coronavirus HuPn-2018, haben nachweislich ein erhebliches Potenzial, in Zukunft Epidemien beim Menschen auszulösen, doch es mangelt an Diagnostik und Überwachung für diese Viren. Wir haben Daten zum Influenza-D-Virus und zum Coronavirus HuPn-2018 beim Hund ausgewertet. Diese Daten deuten stark darauf hin, dass diese Viren eine große, neu erkannte Bedrohung darstellen. Es wird jedoch wenig unternommen, um auf Krankheiten im Zusammenhang mit diesen Viren zu reagieren oder sie zu verhindern, was die Frage aufwirft, ob wir aus früheren Pandemien lernen werden.“
https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/32/1/25-1764_article
2. Geniale Raffinessen von Sars-CoV-2
Trick- und erfolgreich agiert das schwere akute respiratorische Coronavirus 2 (Sars-CoV-2), dessen Erbgut etwa 30.000 RNA-Codons für die Synthese von 28 verschiedenen Proteinen enthält. Clever werden die gegen das Virus gerichteten Antikörper und Immunzellen ausgetrickst oder die Interferon-Ausschüttung blockiert. Die viralen Erreger vermehren sich in den Infizierten, bevor ihre Anwesenheit durch Symptome bemerkt wird. Unwissend stecken sie andere an. Durch Covid-19 starben seit 2020 ungefähr 20 Millionen Menschen zusätzlich. Während der Pandemie wurden über sieben Millionen Kinder zu Vollwaisen.
Eingeleitet wird die virale Infektion durch Bindung des hoch effizienten Spike-Proteins an das zelluläre Protein ACE2. Damit das Eindringen in Zellen gelingt, bedienen die Viren sich des Faktors Neuropilin-1 in Zellen der Nase und in Schleimhäuten sowie des Stoffwechselenzyms TMPRSS2. Zudem setzen Coronaviren einen starken Umbau der inneren Zellmembranen in Gang, um die Zellen zu zwingen, zahlreiche Replikationsorganellen zum Herstellen viraler Bestandteile zu bilden. Dabei spielen Sphingolipide als spezielle Membranbausteine und Enzyme der Sphingomyelinasen eine maßgebliche Rolle. Ein weiterer Schritt ist die Aktivierung der c-Jun N-terminalen Kinase der Wirtszelle, um die Phosphorylierung des viralen Nukleokapsid-(N-)Proteins ab dem ersten Tag der Infektion zu steuern.
Zum Abschwächen der Antikörper-Bindung setzt das Virus ein beim Abbau von Hämoglobin anfallendes Protein ein. Ein Unterdrückungsmechanismus hält die gegen es gerichteten Interferone auf niedrigem Level, so dass die Viren sich weniger gestört ausbreiten können. Die infizierten Zellen verstärken bei der Virenpräsenz die Immunreaktion, wodurch sie schneller absterben. Beim Vervielfältigen der RNA kontrolliert ein Enzym, ob Fehler aufgetreten. Gegebenenfalls wird die Infektiosität durch eine höhere Mutationsrate wieder hergestellt.
Die zum angeborenen Immunsystem zählenden Monozyten besitzen statt des ACE2-Proteins mehrere Toll-like-Rezeptoren, um infektiöse Bakterien und Viren zu registrieren und gegen sie gerichtete Reaktionen einzuleiten. Um an den Rezeptor CD147 von Monozyten und vermutlich anderen Zellen zu binden, bedient Sars-CoV-2 sich der Körperproteine Cyclophilin A und B. Dadurch ist die Reichweite des Virus erweitert. Zudem verstärkt es die Virenlast infizierter Zellen und den Verlauf der Erkrankung. Durch die übermäßige Aktivierung der Monozyten kann eine Hyperentzündung auftreten, die typisch für den schweren Covid-19-Verlauf ist.
Mittels chemischer Mimikry von Protein KAT2A im humanen Histonprotein H3 reduziert das Virus die antivirale Reaktion menschlicher Wirtszellen, indem es mit seinem Protein ORF8 die Regulierung der Transkription stört. Histone sind kleine, sich zu acht zu Nukleosomen zusammenlagernde Proteine, um die sich die DNA wickelt. Der Vorläufer Sars-CoV-1 von 2003 mit einer Sterblichkeitsrate von zirka zehn Prozent besaß noch kein ORF8, weshalb Covid-19 schwächer verlief. Bei Anwesenheit des Proteins sinkt die KAT2A-Konzentration und der Covid-19-Verlauf ist stärker. Denn ORF8 kann KAT2A-Proteine eliminieren und das Ablesen von immunologisch relevanten Genen durch eine dichtere DNA-Verpackung reduzieren. Genial stört Sars-CoV-2 durch Histon-Mimikry die epigenetische Regulierung infizierter Zellen. Zudem hat Sars-CoV-2 ein Protein mit der Bezeichnung „Sars-unique-Domain“ (SUD), das in infizierten Zellen mit deren Protein Paip-1 bindet, wodurch die Ribosomen die Synthese von Wirtszellenproteinen drosseln und vermehrt virale Proteine bilden. RNAs, die nicht zum Eindringling gehören, werden zerstört.
Personen mit einem effizienten Immunsystem können bei einer Sars-CoV-2-Infektion benachteiligt sein, da die T-Lymphozyten nicht nur die infizierten Zellen zerstören, sondern auch Interferon-Gamma freisetzen. Es aktiviert weitere Immunzellen und verhindert die Vermehrung der Viren, lässt jedoch die Schleimhautzellen mehr ACE2-Proteine bilden, so dass mehr Viren in die Zellen zum Verstärken der Infektion eindringen. Durch die vorzeitige Ausschüttung des Botenstoffs TGFß sind die natürlichen Killerzellen des angeborenen Abwehrsystems davon abgehalten, die infizierten Zellen zu registrieren und ihre Zerstörung einzuleiten. Die Immunabwehr ist fehlgeleitet und Körperschäden des schweren Verlaufs können entstehen.
Ein weiterer fieser Trick, um dem Zugriff des Immunsystems zu entgehen, ist die Entführung von Proteinen der Wirtszelle. Sars-CoV-2 bedient sich der Proteine CD55 und CD59 und des regulierenden Faktors H des zellulären Komplementsystems, das aus über 30 im Blut zirkulierenden und zellgebundenen Proteinen besteht, bei der Eliminierung von Viren beteiligt ist und die Wirtszellen mit Hilfe von komplementregulatorischen Proteinen vor den schädlichen Auswirkungen einer zu starken Komplementaktivierung schützt. Sars-CoV-2 entkommt der komplementvermittelten Auflösung und verstärkt die Symptome von Covid-19 und Long-Covid durch die Umhüllung mit den Proteinen des Menschen und die Ausschaltung der Aktivität immunologischer Reaktionen durch anwesende virusspezifische Antikörper.
Um möglichst viele Bereiche des Organismus zu schädigen, bedient Sars-CoV-2 beim schweren Verlauf sich auch der frei beweglichen Fresszellen, die Körperfremdes wie Bakterien und Körpereigenes wie zelluläre Partikel im Blut und in Zellzwischenräumen aufnehmen können. Zunächst versetzt das Virus die Zellen der oberen Atemwege in den Ruhezustand zum Verhindern von Entartung im Alter. Dadurch startet eine bahnbrechende Kettenreaktion, zu deren Beginn die alt gewordenen Zellen zahlreiche Entzündungen verursachende Botenstoffe abgeben. Daraufhin kontaktieren die Fresszellen die seneszenten Schleimhautzellen, um sie zu entfernen. Durch die immense Botenstoffmenge werden aber auch die Fresszellen in den Überalterungsruhezustand versetzt und infizieren nun die Zellen anderer Organe mit Entzündungen auslösenden Botenstoffen. In der Lunge wird der seneszente Zustand vor allem auf die Endothelzellen übertragen, so dass eine Lungenentzündung entstehen kann. Zudem sondern Zellen der Blutgefäßwände bei der sich ausbreitenden Überalterung Verklumpungen begünstigende Stoffe ab. Dadurch können Minithrombosen und wegen des reduzierten Gasaustauschs in den Lungenlappen Atemnot auftreten. Eine Hauptrolle haben die Fresszellen.
Bei der Analyse von Datenbanken von insgesamt zirka 40.000 Brustkrebs-Patientinnen in den USA und Großbritannien wurde deutlich, dass zu Beginn der Pandemie 2020 eine Sars-CoV-2-Infektion das krebsbedingte Sterberisiko und die Bildung von Metastasen in der Lunge signifikant erhöhte. Frauen mit Brustkrebs und Covid-19 starben in Großbritanninen fast doppelt so häufig und in den USA mit 50 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit als Brustkrebserkrankte ohne Infektion mit Sars-CoV-2. Versuche mit Mäusen zeigten, dass Covid-19 das Wiedererwachen von in der Lunge ruhenden Metastasezellen erheblich begünstigte.
Eine Sars-CoV-2-Infektion könnte zudem das hoch infektiöse Epstein-Barr-Virus aktivieren. Bei Kindern und Jugendlichen könnte die Reaktivierung von Epstein-Barr-Viren als Spätfolge zum Entzündungssyndrom MIS-C führen, bei dem oft mindestens vier Organe erkranken. Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus können im Zusammenhang mit Covid-19 auch das Risiko für ME/CFS erhöhen. Bei der neuro-immunologischen Erkrankung können Menschen wegen fehlender Reserven zum Bewältigen von Belastungen zum Pflegefall werden. Wird die Sars-CoV-2-Infektion vom Immunsystem im Blutkreislauf zu heftig attackiert, kann eine Sepsis in Folge geschädigter Organe wie Herz, Lunge und/oder Niere entstehen. Bei zu später Diagnose und ohne Behandlung verläuft sie bei einem Drittel der Covid-19-Erkrankten tödlich. Im schlimmsten Fall tritt bei Covid-19 der Tod durch Multiorganversagen ein.
Typische Symptome von Covid-19 sind unter anderem Halsschmerzen, Schnupfen und Kopfschmerzen. Bei der genetisch sich stark von den vorherigen Typen unterscheidenden Variante BA.2.86 („Pirola“) können wunde Finger und Zehen, gerötete und juckende Augen, Durchfall, Geschwüre und/oder Schwellungen im Mund und auf der Zunge auftreten. Bemerkenswerterweise besaß Pirola wieder das hoch effiziente Eindringen in Lungenzellen anfänglicher Typen. Dazu verwendete sie das zelluläre Enzym TMPRSS2. Ungefähr 35 Mutationen beim Spike-Protein ermöglichten, sich neutralisierenden Antikörpern zu entziehen. Allerdings bildeten infizierte Zellen relativ wenig intakte Viren. Zur Verstärkung der Antikörperflucht ging aus Pirola über eine einzige Spike-Mutation die Sublinie JN.1 mit potenziell neuen Attacken hervor. Dazu zählten Angstzustände, Schlafprobleme und Darminfektionen. Offenbar war der Optimierungsversuch gelungen.
Nach überstandenem Covid-19 können noch Symptome wie Schwindel, Konzentrationsmangel, Erinnerungsdefizite, Bewusstseinseintrübung, Müdigkeit, Erschöpfung, mangelnde Belastbarkeit, Kopfschmerzen, Ängste, Depression, Riech- und Schlafstörung, Haarausfall und Herz-Kreislauf-Probleme vorliegen. Bei Kleinkindern kann das Risiko für Diabetes-1 erhöht sein. Mögliche Ursache sind eine zerstörte Bauchspeicheldrüse, eine übermäßige Immunreaktion oder intensive Stresserlebnisse. Die Langzeitsymptome können direkt nach einer Infektion, Monate danach und/oder mit zeitlichen Abständen auftreten. Betroffen können etwa Lunge, Herz, Vagus-Nerv, Nieren, Leber, Magen, Darm, Gehirn, Blutgerinnung und Bewegungsapparat sein. Beim Long- und Post-Covid-Syndrom leiden mit Beeinflussung vom Alter, Geschlecht und gesundheitlichem Zustand vor Covid-19 etwa fünf bis zehn Prozent der Infizierten unter einem Teil der insgesamt über 200 möglichen Symptome, von denen mindestens 60 eine direkte Auswirkung der Infektion sind. Besonders bei den in der frühen Phase der Pandemie Erkrankten bestehen zwei Jahren danach noch gesundheitliche Beeinträchtigungen.
Das Ursachenspektrum wurde erst teilweise ermittelt. Ein Grund der kognitiven Symptome könnte ein Mangel an ATP und Phosphokreatin sein, was zu einer defizitären Energiebereitstellung in bestimmten Gehirnarealen führt. Es könnte ihnen auch eine überschießende Anti-Entzündungsreaktion zu Grunde liegen, bei der durch Makrophagen Schlaf auslösende Moleküle ausgeschüttet werden. Das virale Spike-Protein kann Herzmuskelzellen wie Gift schädigen. Die Sauerstoff transportierenden Erythrozyten und die für die Abwehr von Krankheitserregern zuständigen Blutkörperchen können Verformungen und eine andere Größe und Fexibilität in den Blutgefäßen haben. Deformierte Erythrozyten können sich an die Fließbedingungen in sehr engen Blutgefäßen nicht ausreichend anpassen, sich ineinander verhaken und hängen bleiben, so dass die Sauerstoffversorgung des Körpers gestört ist. Dadurch können Atemprobleme und eventuell eine Thrombose auftreten. Werden die Zellen der Nasenschleimhaut durch die körpereigenen Botenstoffe TNFα und TGFβ langanhaltend fehlprogrammiert, sind Atemwegsbeschwerden und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen möglich. Bei einer dauerhaften Entzündung ist die Abwehrfunktion der Schleimhaut wegen unzureichender Regeneration des Flimmerepithels stark beeinträchtigt. Das Virus agiert nicht selbst, sondern bedient sich zweier Botenstoffe.
Zudem könnte Sars-CoV-2 im Gehirn die den Nervenzellen Nährstoffe liefernden Astrozyten infizieren und die Rezeptoren der Perizyten blockieren, so dass die Haargefäße des Blutgefäßnetzes sich zusammenziehen. Zu den möglichen Auswirkungen zählen Gedächtnisstörung, Schwindel, Depression und Schlaganfall. Das Spike-Protein kann nach Überwinden der Blut-Hirn-Schranke ins Nervengewebe eindringen, die Funktion der als „Energiefabriken“ fungierenden Mitochondrien beeinträchtigen und die Elektronen bei der Zellatmung übertragenden Cytochrom-C-Oxidase-Systeme zerstören. Durch den gesenkten ATP-Spiegel können lebensnotwendige Mechanismen wie Membranpumpen versagen, die funktionierende Nervenzellen benötigen. Die eingeschränkte Mitochondrienfunktion versuchen die betroffenen Zellen durch Aktivierung der mitochondrialen Genexpression und der angeborenen Immunabwehr inklusive der integrierten Stressantwort zu kompensieren.
Besonders im Kleinhirn, das die Orientierung im Raum ermöglicht und bei Bewegungsimpulsen des Großhirns die Einzelkontraktionen der Muskulatur aufeinander abstimmt, blockiert das Virus mitochondriale Gene für die zelluläre Energiegewinnung. Über molekulare Signale wird dadurch die mitochondriale Genaktivität des gesamten Organismus unterdrückt, wobei Herz, Niere, Leber und Lypmphknoten besonders betroffen sind. Eine länger gestörte mitochondriale Funktion kann wegen fehlender Energiereserven der Zellen zum schweren Covid-19-Verlauf mit kardiovaskuären und kognitiven Störungen, Entzündungen und Organversagen führen.
Zum Verstärken der Infektion im Gehirn bedient das Virus sich der Nanoleitungen zwischen den Nervenzellen, um von aufgesuchten Nervenzellen in eigentlich nichtempfängliche zu gelangen. In den Nanoröhrchen wird Sars-CoV-2 vom Immunsystem nicht bemerkt. Ungestört vervielfältigt es seine RNA in Gebilden wie Doppelmembranbläschen. Zudem fördert das Virus die Bildung stabilerer und längerer Nanotunnel in doppelter Anzahl. Zum pathogenen Repertoire des Erregers könnten auch bei Überreaktionen des Immunsystems entstehende Auto-Antikörper zählen, die den eigenen Körper attackieren. Sie könnten zerebrale Fehlfunktionen auslösen, so dass nach Passieren der Blut-Hirn-Schranke Symptome wie Vergesslichkeit und Psychosen auftreten.
Bei Autopsie-Untersuchungen wurde bei manchen an Covid-19 Verstorbenen im Gehirn virale Erbsubstanz, aber keine mit dem Virus infizierte Nervenzelle gefunden. Vermutlich registriert der Organe wie Darm, Herz und Lunge mit dem Gehirn verbindende Vagus-Nerv des Parasympathikus die Entzündungsreaktionen im Körper und reagiert ohne Infektion im Hirnstamm, wodurch unter anderem Botenstoffe ausgeschüttet werden, die sich auf die Motivation und Stimmung auswirken. Demnach sind die neurologischen Symptome wie Fatigue eine Begleiterscheinung der gegen das Virus gerichteten Immunreaktionen des Körpers. Eine direkte virale Schädigung des Gehirns liegt nicht vor.
Laut einem 2024 publizierten Vergleich von Hirnscans spielen undichte Blutgefäße im Gehirn und ein hyperaktives Immunsystem eine Hauptrolle bei kognitiven Eintrübungen mit Erinnerungsdefiziten und Konzentrationsproblemen. Wegen einer gestörten Blutversorgung werden die Blutgefäße vor allem im Frontal- und Temporallappen durchlässiger, so dass Blutbestandteile wie Gifte und Krankheitserreger zunehmend zu den betroffenen Stellen gelangen. Hinzu kommen eine gestörte Blutgerinnung und Immunantwort sowie eine Entzündungsreaktion, die von an Gehirngewebe angehefteten Blutzellen ausgelöst wird.
Einer mathematischen Studie zufolge könnte die Variante Omikron auch bei schwacher Symptomatik die Lebenserwartung mit Hilfe von den eigenen Körper attackierenden Antikörpern (Anti-Autokörpern) reduzieren. Die während einer akuten Infektion gebildeten Antikörper könnten bis zu 90 Prozent Anti-Autokörper sein. Sie können zu bleibenden Schäden an Blutgefäßen und Organen führen sowie die Immunabwehr durch beschädigte T-Zellen schwächen. Bei Verlust können die fehlenden T-Zellen nicht mehr ersetzt werden. Mögliche Folgen sind Erschöpfungszustände und Geruchsverlust über einen längeren Zeitraum.
Eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Covid-19 spielen die Enzyme Hauptprotease 3CL und Papain-ähnliche Protease 602, die wie Scheren virale und humane Proteine stellenweise zerlegen und dann die Fragmente zusammensetzen. Wenn sie 6.444 Proteine des Menschen zerlegt haben, registriert das Immunsystem einen Teil der Bruchstücke nicht mehr als zum eigenen Körper gehörend und bildet Auto-Antikörper gegen die „Neo-Antigene“. Dadurch kann eine akute Entzündung entstehen, aus der eine chronische Autoimmunerkrankung werden kann. Der Trick des Virus ist die Bildung eines „nebulösen Konvoluts“ aus heterogenen Proteinteilen, um der Immunabwehr zu entkommen.
3. Die Komplexität der Covid-19-Pandemie
Ein Teil der Infizierten bemerkte keine Symptome, tauchte in der Statistik nicht auf und verbreitete unwissend das Virus. Infizierte ohne Symptome verbreiteten genauso viele Viren wie symptomatisch Erkrankte.
Etliche erkrankten nicht an Covid-19, da ihre kurzlebigen Gedächtnis-T-Zellen die infizierten Zellen vor Freisetzung der Viren abtöteten, ihre langlebigen Gedächtnis-T-Zellen bei Kontakt mit Viren rasch aktiv wurden oder ihr Genotyp einen Immunschutz bewirkte. Wie rasch spezifisch auf die viralen Proteine ausgerichtete T-Zellen vorlagen, war von zentraler Bedeutung für die Kontrolle über das Virus. Manche Infizierte besaßen eine Genvariante, kraft derer die Leukozyten die Viren attackierten, auch wenn sie zuvor keinen Kontakt mit ihnen hatten. Ihre T-Lymphozyten erkannten Sars-CoV-2 an Hand der Gemeinsamkeiten mit Coronaviren für Erkältungen. Manche Genesenen hatten keinen Immunschutz entwickelt.
https://www.nature.com/articles/s41586-021-04280-x
https://www.scinexx.de/news/medizin/warum-manche-menschen-keine-corona-symptome-hatten/
Fünf Jahre nach Beginn der Pandemie war die Anzahl der an ME/CFS-Erkrankten in Deutschland um mehr als das Doppelte auf 620.000 Personen gestiegen. Über zwei Betroffene berichtete das ZDF-Studio in Hessen am 15.03.2025: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/corona-me-cfs-krankheit-100.html
Laut einer Studie vom 21. Januar 2026 hat sich die globale Tendenz, dass Mädchen früher in die Pubertät kommen, bei der Covid-19-Pandemie auf mysteriöse Weise beschleunigt. Dabei spielte die Zunahme des Körpergewichts mit ziemlicher Sicherheit eine Rolle. Mögliche weitere Gründe könnten hormonstörende Chemikalien oder die Belastung durch Stress sein. Da die frühere Pubertät mit einem höheren Risiko für Herzkrankheiten und Brustkrebs in Verbindung gebracht wird, wollen Ärzte herausfinden, ob und ggf. wie sie eingreifen könnten.
https://www.nature.com/articles/d41586-026-00089-8?utm
Fachpersonen, überwiegend vom Whitehead Institute in Cambridge/Massachusetts, belegten in einer Studie von 2021 durch genetische Untersuchung von Covid-19-Genesenen, dass kurze RNA-Sequenzen von Sars-CoV-2 durch Vermittlung von LINE1-Elementen des Menschen revers transkribiert und die erhaltenen DNA-Schnipsel ins Genom infizierter Zellen integriert wurden. Bei einigen Genesenen könnte ein großer Teil der zuvor viralen Abschnitte transkribiert worden sein, so dass mRNAs mit typisch viralen und humanen Nukleotidabfolgen eventuell vorlagen.
https://www.pnas.org/content/118/21/e2105968118
Die Möglichkeit der Integration ins Genom von jeder innerzellularen RNA bestätigte ein Co-Autor der Studie: „Jede Art von RNA in der Zelle hat das Potenzial, bis ins Erbgut zu kommen, wahrscheinlich ist das sogar ein ganz normaler biologischer Prozess.“
https://plus.tagesspiegel.de/wissen/umstrittene-grundlagenforschung-jede-art-von-rna-in-der-zelle-hat-das-potenzial-bis-ins-erbgut-zu-kommen-155060.html
Reverse Transkriptase haben auch Retroviren wie HBV, HIV-1 und HTLV-1. Zudem schreibt humane Polymerase theta RNA in DNA um. Die in DNA revers transkribierte RNA kann mit Hilfe der Integrase von Retrotransposons und Retroviren ins Erbgut gelangen.
https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abf1771
Die reverse Transkription von Impfstoff-mRNA in DNA wiesen sieben Fachpersonen für klinische Wissenschaften der schwedischen Lund Universität in vitro bei einer Leberzelllinie des Menschen in einer am 25. Februar 2022 publizierten präklinischen Studie nach. Die rasche Aufnahme eines von Pfizer und BioNTech entwickelten Impfstoffes in Leberzellen hatte Veränderungen in der Expression und Verteilung von LINE1 zur Folge. Die Umschreibung der mRNA in DNA erfolgte innerhalb von sechs Stunden. Das Resümee der Untersuchung: „Unsere Studie ist die erste In-vitro-Studie über die Wirkung des COVID-19-mRNA-Impfstoffs BNT162b2 auf menschliche Leberzelllinien. Wir präsentieren Beweise für den schnellen Eintritt von BNT162b2 in die Zellen und die anschließende intrazelluläre reverse Transkription von BNT162b2-mRNA in DNA.“
https://www.mdpi.com/1467-3045/44/3/73
Wenn revers transkribierte Impfstoff-mRNA ins Genom gelangt, könnten wegen veränderter Tripletts etwa andere Enzyme, Hormone, Bauelemente und/oder Stopp-Codons gebildet werden. Bei Übertragbarkeit der Befunde eines bakteriellen Systems auf den Menschen könnten auf Grund des redundanten genetischen Codes gleiche Proteine mit anderer Translationsgeschwindigkeit entstehen. Wenn Proteine mit der gleichen Aminosäure-Abfolge durch alternative Codons gebildet werden, kann die Geschwindigkeit der Proteinsynthese um bis zu 400 Prozent verändert sein. Für die Aminosäuren Arginin, Leucin und Serin gibt es sechs und für die Aminosäuren Alanin, Glycin, Prolin, Threonin und Valin vier verschiedene Codons. Eine andere Geschwindigkeit der Proteinsynthese könnte die Entstehung von Erkrankungen wie Diabetes 2 oder Krebs beeinflussen. Bei Mutationsexperimenten mit Backhefen wurde deutlich, dass der Austausch einer Base ohne Veränderung des Proteins (synonyme Punktmutation) bei 76 Prozent der Mutanten ähnliche Schäden wie bei verändertem Proteincode anrichtet.
https://journals.plos.org/plosgenetics/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pgen.1004392
https://www.nature.com/articles/s41586-022-04823-w
Die Impfung reduzierte das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs und die Todesrate, verlor mit jeder neuen Mutante aber an Effizienz. Omikron umging die Wirkung der Impfstoffe. Von den Infizierten waren über 90 Prozent geimpft. Sie atmeten trotz Impfung deutlich mehr Viren aus und waren viel früher ansteckend. Anfang März 2022 lagen fast genauso viele Geboosterte wie Nichtgeimpfte auf der Intensivstation. Ab April 2022 lauerten mehrere Subvarianten, den Immunschutz durch Impfung und Genesung noch effizienter zu umgehen. Portugal mit 95 Prozent mindestens einmal Geimpften hatte Mitte Juni 2022 die höchste Inzidenz in Europa. Die Antikörper vorheriger Infektionen schützten vor den Mutanten BA.4 und BA.5 kaum noch. Generell reagierte die Immunabwehr mit jedem Boostern weniger auf den Impfstoff. Daher könnte sie bei einer sehr ähnlichen neuen Mutante irgendwann aus Übersättigung nicht mehr reagieren, auch nicht auf einen angepassten Impfstoff.
https://www.mdr.de/wissen/corona-covid-anteil-von-geboosterten-auf-intensivstationen-nimmt-rasant-zu-100.html
https://www.mdr.de/wissen/symptome-bei-omikron-schon-nach-drei-tagen-viruslast-hoeher-100.html
Die Langzeit-Auswirkungen der mRNA- und Vektor-Impfstoffe sowie der Protein- und Tot-Impfstoffe mit Wirkverstärkern sind erst teilweise bekannt. Laut einer Studie von 2022 eines Teams um Stephanie Seneff vom MIT, Cambridge/Massachusetts können mRNA-Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 eine tiefgreifende Beeinträchtigung der Typ-I-Interferon-Signalisierung bewirken, was diverse negative Folgen für die Gesundheit haben kann. Immunzellen mit vom Impfstoff aufgenommenen Nanopartikeln geben zahlreiche Exosomen in den Blutkreislauf ab, die das Spike-Protein zusammen mit kritischen microRNAs enthalten, die eine Signalreaktion in Empfängerzellen an entfernten Stellen auslösen können. Bei der möglicherweise beträchtlichen Störung der Regulierung der Proteinsynthese und Krebsüberwachung könnten Schäden wie neurodegenerative Erkrankungen, Blutplättchen-Mangel, Myokarditis, Lebererkrankungen, Krebsentstehung, gestörte adaptive Immunität und DNA-Reparatur auftreten. Daten der US-Datenbank VAERS mit den gemeldeten Nebenwirkungen aller verschiedenen Impfungen im Jahr 2021 untermauerten das Ergebnis. Der Anteil der Nebenwirkungen der zu etwa einem Drittel vertretenen mRNA-Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 lag bei Gesundheitsproblemen wie Gerinnungsstörungen, neurodegenerativen Erkrankungen sowie Herz- und Krebserkrankungen nicht bei 33, sondern bei über 90 Prozent. Das Team folgerte: „Wir sind der Ansicht, dass eine umfassende Risiko-Nutzen-Bewertung der mRNA-Impfstoffe diese als positiven Beitrag zur öffentlichen Gesundheit in Frage stellt.“ Immer mehr Leidende mit Post-Vac-Syndrom fühlen sich von den dafür Verantwortlichen im Stich gelassen.
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S027869152200206X?via%3Dihub
https://www.spiegel.de/gesundheit/post-vac-syndrom-unerklaerliche-symptome-nach-der-corona-impfung-und-alle-ducken-sich-weg-a-6b3ea94e-138f-4ed0-b459-d86377daf08b
Die persönliche Motivation bei der Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen kennen allein die Betroffenen. In den Nachrichten wurde berichtet, dass der Gewinn von BioNTech im Jahr 2021 mehr als zehn Milliarden Euro betrug.
Niemand sagte die Mutanten und Untervarianten von Sars-CoV-2 exakt voraus. Laut Hinweis eines namhaften deutschen Virologen von 2021 könnte zukünftig ein Mix aus Delta und Omikron gefährlich und eines US-Experten der Immunologie eine Kombination aus Sars-CoV-2 und Sars-CoV-1 oder Mers-CoV katastrophal sein. Die Sterblichkeitsraten von Sars-CoV-1 und Mers-CoV betrugen etwa zehn und 30 Prozent. Gemäß Aussage des Bundesgesundheitsministers vom April 2022 schrumpfte der zeitliche Abstand beim Auftreten neuer Varianten. In der Zukunft könnte eine hoch ansteckende Omikron-Subvariante so tödlich wie Delta sein. Dazu äußerte er wörtlich: „Das wäre eine absolute Killer-Variante.“
https://science.orf.at/stories/3212655/
Bis bei jedem zukünftigen Corona-Virus, seinen Mutanten und anderen viralen Krankheitserregern mit zuvor unbekanntem Genom der entsprechende Impfstoff vorliegt, als unbedenklich eingestuft und in ausreichender Menge angeboten wird, können Tausende oder Millionen Infizierte gestorben sein. Daher sollten antivirale Hilfsmittel gegen möglich viele Erreger jederzeit zur Verfügung stehen. Hier ein wegweisender Impuls:
4. Antivirale Wirkstoffe von Lebewesen
Der zirka 300.000 Jahre fossil überlieferte Homo sapiens als allein überlebende Art der zwei Millionen Jahre alten Gattung sollte den Blick stärker auf antivirale Strategien der Lebenswelt richten. Die von Lebewesen effizient gegen Viren eingesetzten Wirkstoffe sollten ermittelt, erforscht und bei Tauglichkeit für Menschen dem Handel zugeführt werden. Die mindestens 530 Millionen Jahre alten Schwämme etwa könnten über bis zu 20.000 bioaktive Stoffe verfügen, um attackierende Viren, Bakterien, Schmarotzer und Feinde abzuwehren. Der Wirkstoff einiger der schätzungsweise 10.000 Arten blockiert die Genomvervielfältigung von Herpes-Viren und befindet sich in einer Salbe in Japan. Die Abwehrstoffe anderer Gattungen könnten RNA-Viren wie HIV und Sars-CoV-2 sowie multiresistente Bakterien von Lungenentzündungen außer Gefecht setzen. Drei käufliche Produkte mit antiviralen Wirkstoffen aus der Lebenswelt zum Schutz vor Covid-19 werden vorgestellt.
4.1. Cystus Pandalis® Lutschtabletten umhüllen virale Oberflächenproteine mit dem Extrakt einer Zistrosen-Unterart (PZN: 11279011).
Abstract von “Cistus × incanus L. Pandalis and Its Broad Antiviral Properties” von Prof. Dr. Jens-Martin Träder, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (24.11.2021):
„Der aus Cistus x incanus L. Pandalis gewonnene Extrakt Cystus Pandalis® wurde mehrfach auf seine antivirale Wirkung untersucht. Seine Wirksamkeit ist in allen Untersuchungen in vitro und in vivo nachgewiesen worden. In physiologischen Dosierungen wurde die Infektion von Zellkulturen durch applizierte Viren in vitro vollständig verhindert, ohne dass die Zellen durch den Cystus Pandalis®-Extrakt beeinflusst wurden. Ebenso zeigte die Anwendung von Cystus Pandalis®-Extrakt in vivo, dass er die Infektion von Probanden verhinderte, im Gegensatz zu Probanden der Kontrollgruppe, die in ähnlichen Lebenssituationen leben. Die Wirkung beruht vermutlich auf den spezifischen, hochkonzentrierten, sortentypischen Polyphenolen im verwendeten Extrakt. Die dichte Konzentration an polymeren Polyphenolen (über 90 %) im Gegensatz zu dem relativ geringen Gehalt an monomeren Polyphenolen (etwa 2 %) scheint Schlüssel zu diesem spezifischen Extrakt zu sein. So blockiert es die zellulären Anheftungsstellen und hindert das Virus am Eindringen. Bei SARS-CoV-2 scheint es plausibel, dass der Extrakt Oberflächenproteine (in diesem Fall das Spike-Protein) umhüllt, um das Virus daran zu hindern, sich an die menschliche Zelle anzuheften, und deswegen eine Infektion verhindert. Der Cystus Pandalis®-Extrakt ist als Lutschtablette oder Mundspülung in Form einer Abkochung erhältlich. Eine prophylaktische Anwendung bei Infektionswellen und viralen Epidemien/Pandemien ist in jedem Stadium leicht möglich. Der Extrakt ist gut verträglich und hat keine bekannten Nebenwirkungen verursacht. Bislang wurden keine viralen Resistenzen oder deren Entwicklung festgestellt. Darüber hinaus sind bisher keine Kontraindikationen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Cystus Pandalis® Extrakt ist frei erhältlich und kann unabhängig von Alter und Geschlecht angewandt werden.“ Hinweis: Die Übersetzung ist unverbindlich. Gültig ist der Originaltext:
https://www.liebertpub.com/doi/epub/10.1089/jicm.2023.29122.abstracts
Es folgt ein Auszug aus einer Studie von Prof. Dr. Peter W. Gündling, Carl Remigius Medical School, Fresenius University of Applied Sciences, Idstein, Germany (08.04.2024):
„Insgesamt konnten 151 Anwenderfragebögen und 18 Therapeutenfragebögen ausgewertet werden. Nach der subjektiven Einschätzung der Teilnehmer schützte der Zistrosenextrakt die Mehrheit der Anwender vor den jeweils genannten Erkrankungen oder half bei den jeweiligen Beschwerden. Der spezielle Extrakt wurde hauptsächlich prophylaktisch eingesetzt, vor allem gegen Corona, andere Viren und Erkältungen im Allgemeinen. Therapeutisch gesehen waren Halsschmerzen der häufigste Anwendungsgrund. 99 % der Endverbraucher und 100 % der Therapeuten gaben an, dass sie den Cistus-Extrakt weiterempfehlen würden.
Es ist interessant, dass sowohl verschreibende Ärzte als auch Verbraucher den Zistrosenextrakt nur sekundär gegen Schleimhautreizungen einsetzten, obwohl er als Arzneimittel genau für diese Indikation zugelassen ist. Dies lässt vermuten, dass die Studienergebnisse zur Wirkung gegen Corona und andere Viren mehr Beachtung fanden als der Text in der Packungsbeilage oder die Indikation für dieses Arzneimittel.” https://www.liebertpub.com/doi/epub/10.1089/jicm.2023.29122.abstracts
Weitere Publikationen: https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Zistrose-blockt-das-Andocken-von-Viren-363421.html
https://www.haller-kreisblatt.de/lokal/borgholzhausen/22931994_Durchbruch-fuer-Dr.-Pandalis-Diese-Pflanze-wirkt-gegen-Covid-19.html
4.2. Algovir® Erkältungsspray senkt das Infektionsrisiko mit Hilfe eines Rotalgen-Schutzfilms auf der Nasenschleimhaut (PZN: 12579956).
Informationen: Prof. Dr. Ulrich Schubert, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Das Produkt wirkt auf physikalischem Weg auf zwei Ebenen. Zum einen legt es sich bzw. die enthaltenen langkettigen Polysaccharide (Carrageenan) auf die Nasenschleimhaut und kann als schützende Schicht mehr Feuchtigkeit binden, was den gereizten Schleimhäuten zugute kommt. Zum anderen kann es die Viruspartikel umschließen und so deren Bindung an die Schleimhäute verhindern. Diese können sich nun nicht mehr dort einnisten und vermehren. Es wird also die Infektion der Zellen in der Nasenschleimhaut weiter unterbunden. Die so eingeschlossenen Viren und die zusätzliche Schleimschicht werden nach und nach durch die Bewegung der Cilien abtransportiert, so dass der natürliche Selbstreinigungsmechanismus erhalten bleibt.
https://www.fau.de/2021/04/news/wissenschaft/nasenspray-gegen-covid-19/
https://www.mdr.de/wissen/corona-rotalge-was-kann-sie100.html
The Saliva of Probands Sucking an Iota-Carrageenan Containing Lozenge Inhibits Viral Binding and Replication of the Most Predominant Common Cold Viruses and SARS-CoV-2
Efficacy of a Nasal Spray Containing Iota-Carrageenan in the Postexposure Prophylaxis of COVID-19 in Hospital Personnel Dedicated to Patients Care with COVID-19 Disease
4.3. ®Regeno Plasma Liquid Nasensprüh Gel modifiziert die Spike-Proteine durch eine Spannung von 850 Millivolt (PZN: 1115559894).
Den Bestandteil Natriumhypochlorit setzt auch das Immunsystem gegen Viren, Bakterien und Pilze ein. Nach Einsatz zerfällt das mineralische Gel in unbedenkliches Kochsalz und Wasser.
Unabhängig vom käuflichen Produkt wurde bei physikalischen Experimenten zum Redoxpotential festgestellt, dass durch eine geringe Spannung das sehr empfindliche Spike-Protein von Viren wie Sars-CoV-2 strukturell so verändert wird, dass die eingeatmeten Erreger die Zellen nicht mehr infizieren können. Näheres: Prof. Dr. Martin E. Garcia, Universität Kassel
Während der Pandemie wurden einige Forschungsarbeiten durchgeführt, die sich mit der Inaktivierung des Spike-Proteins durch eine geringe Spannung beschäftigten. Die Studien zeigten, dass eine solche Behandlung das Spike-Protein strukturell verändern kann, was dazu führen kann, dass das Virus an Effizienz bei der Zellinfektion verliert. Der Einsatz von Plasma oder elektrischer Spannung zur Behandlung von Viren befindet sich jedoch noch in der experimentellen Phase. Zudem sind Viren wie Sars-CoV-2 bekannt für ihre genetische Variabilität, was bedeutet, dass neue Varianten auftreten können, die andere Eigenschaften aufweisen. Wie effizient eine solche Behandlung bei neuen Varianten sein wird, lässt sich kaum vorhersagen.
https://www.presseportal.de/pm/155566/4914636
5. Plädoyer für eine autonome Entscheidung
Die Komplexität und die Vielschichtigkeit einer viralen Pandemie verlangen ein behutsames Vorgehen bei der Bewältigung. Die Fixierung auf Wissenslücken und unterlaufene Fehler ist kontraproduktiv und sollte durch eine offene und engagierte Haltung ersetzt werden.
Erwachsene sind in der Lage, sich hinreichend zu informieren, wie sie andere und sich bei einer Pandemie schützen können. Dabei integrieren sie, soweit es möglich ist, Maßnahmen wie Abstand, Maske, Kontaktreduzierung, Lüften und Hygiene in ihr Verhalten.
Angeordnete Nächstenliebe kann verletzen („Gib dein Vermögen Notleidenden!“) oder töten („Spring aus Solidarität mit anderen in den eiskalten Fluss, um den Ertrinkenden zu retten!“) und dadurch Unheil hervorrufen. Nächsten- und Eigenliebe gehören zusammen und sind im konkreten Fall einander abzuwägen. Nächstenliebe basiert auf Freiwilligkeit, was besonders bei Vorgaben des Vatikans, von Bistümern und Ordensgemeinschaften während der Pandemie zu wenig beachtet wurde.
Unter der Überschrift „Es gibt eine moralische Pflicht, sich impfen zu lassen“ wurde ein Spitzengespräch mit der Ethikrat-Vorsitzenden im SPIEGEL am 16. Februar 2021 veröffentlicht. Der Deutsche Ethikrat plädierte am 22. Dezember 2021 „für eine Ausweitung der Impfpflicht über die kürzlich vom Deutschen Bundestag beschlossene bereichsbezogene Impfpflicht hinaus“. Doch der Deutsche Bundestag lehnte die allgemeine Impfpflicht ab 60 am 7. März 2022 ab. Nach dem Nein des Bundestags zur allgemeinen Impfpflicht ab 60 äußerte der Bundesgesundheitsminister, er werde für die Impfpflicht weiterkämpfen und hoffe, es werde doch noch zu einer solchen Regelung kommen.
Die Impfung kann eigenverantwortlich gewählt, darf aber nicht angeordnet werden. Denn sie stellt einen pharmazeutischen Eingriff in den Körper anderer dar, der unter anderem wegen des Nocebo-Effekts bei sensiblen Menschen realen gesundheitlichen Schaden bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen anrichten kann. Laut Grundgesetz ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit unantastbar.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/147589/Nocebo-Die-dunkle-Seite-der-menschlichen-Einbildungskraft
https://scilogs.spektrum.de/hirn-und-weg/placebo-vs-nocebo-die-kraft-der-einbildung/